Videospielindustrie drohen Verluste
Die Videospielindustrie muss in diesem Jahr trotz enormen Verkaufszahlen der neuen Xbox 360 in den USA mit deutlichen Verlusten rechnen.
Das Weihnachtsgeschäft bleibt hinter den Erwartungen zurück und wird den Spieleherstellern im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Ergebnisse einbringen.
Die US-Marktforscher NPD berichtet über einen Rückgang von 18 Prozent der Videogames-Verkäufe. Während im November vergangenen Jahres in den USA 850 Mio. US-Dollar umgesetzt wurden, waren es im Vergleichsmonat dieses Jahres nur 700 Mio. US-Dollar.
Auf das Gesamtjahr gerechnet verzeichnet die Videospielindustrie laut NPD ein Minus von drei Prozent.
Ältere Spiele nicht mehr gefragt
Aufgrund der Veröffentlichung der Microsoft Xbox 360 Anfang
Dezember und Sonys Playstation 3 im nächsten Jahr seien die
Konsumenten im Kauf von Spielen für ältere Games-Generationen eher
zurückhaltend und würden ihr Geld lieber für neue Systeme aufheben,
sagen Marktbeobachter.
Xbox-Start in Japan unter ErwartungenHersteller in Europa optimistisch
Die mäßigen Zahlen des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts sind allerdings auch im Vergleich zu einem herausragenden vierten Quartal im Vorjahr zu sehen. 2004 kamen zu dieser Zeit gerade die Erfolgsspiele "Halo 2" und "GTA: San Andreas" auf den Markt.
Analysten sehen bei vielen Konsumenten auch eine Art Ermüdungserscheinung gegenüber ständiger Nachfolgerspiele.
In Europa zeigen sich die großen Hersteller offenbar trotzdem optimistisch. "Für uns ist das Weihnachtsgeschäft nicht besonders enttäuschend, wir rechnen auch nicht mit Verlusten", heißt es zum Beispiel vom Games-Produzenten Take-2-Deutschland.
