Tauschbörsen-Spammer Overpeer gibt auf
Der US-Anbieter Loudeye hat die sofortige Einstellung seines Tochterunternehmens Overpeer bekannt gegeben.
Die Firma wollte zwar keine Stellungnahme dazu abgeben, doch ist bekannt, dass Overpeer im letzten Jahr deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste. Zudem hatte ein großer Kunde zum Ende des zweiten Quartals gekündigt.
Offiziell war Overpeer auf den Schutz von digitalen Inhalten spezialisiert. Der Anbieter machte aber 2002 auch als der Anbieter etwa für die Labels Interscope und Universal Music Fake-MP3s in Tauschbörsen von sich reden.
Das Ziel dieser Aktionen war es, die Tauschbörsen mit Datenschrott "zuzumüllen" und so deren Benutzung unattraktiver zu machen.
"Datenmüllangriff" auf MusiktauschbörsenKein Bedarf für Fake-MP3s?
Nachdem die Musikindustrie mit ihren Tausenden Klagen mittlerweile weitaus härtere Gangarten eingeschlagen hat und immer mehr Tauschbörsen aus juristischen Gründen schließen müssen, scheint sich das Verbreiten von Fake-MP3s finanziell nicht mehr zu rentieren.
Weiters hatte sich Overpeer auf das "Piratenjagen", also das Aufspüren von Anbietern vermeintlich widerrechtlich kopierter Songs, und das Abwehren von Raubkopierern spezialisiert.
Loudeye kündigte an, das gesamte Overpeer-Vermögen veräußern zu wollen.
Erst im März 2004 hatte Loudeye Overpeer für rund 1,7 Mio. eigene Anteile erworben. Der Wert der Akquisition wurde damals mit knapp vier Mio. USD angegeben.
Loudeye übernimmt Overpeer
