DNG soll ISO-Standard werden
Adobe-Format für digitale Rohdaten
Wie John Nack, Produktmanager bei Adobe in seinem Weblog mitteilt, hat der Marktführer bei Grafiksoftware Anfang Mai 2008 sein digitales Rohdatenformat DNG bei der International Organization for Standardization [ISO] zur Standardisierung eingereicht. Offen verfügbar war das Format auch schon vorher.
DNG ist Adobes Antwort auf das Problem, dass jeder Hersteller von Digitalkameras ein eigenes proprietäres Format zur Speicherung von Rohdaten [RAW] verwendet. Angenommen, ein Hersteller gibt seine Kameraproduktion auf oder verkauft diese, so könnte es mittelfristig dazu kommen, dass die gespeicherten Bilder nicht mehr lesbar sein könnten.
Codec für Vista fertig
Wäre DNG von der ISO standardisiert, so bedeutete das mehr Datensicherheit für Fotografen und Archivare. Adobe bietet bereits einen kostenlosen DNG-Konverter für Windows- und Mac-OS-X-Systeme zum Download an. Auch ein Codec für Windows Vista steht seit dem 12. Mai bereit - allerdings nur in 32 bit.
Einige Kamerahersteller bieten in einigen Modellen die Option, Bilder in DNG statt im proprietären RAW-Format zu speichern. So beispielsweise Pentax in der K10D, der K20D und der K200D und Leica in seiner M8. Marktführer Canon und Rivale Nikon setzen dagegen auf proprietäre Rohdatenformate.
Format aktualisiert
Am 12. Mai wies Tom Hogarty vom Lightroom-Team bei Adobe auch darauf hin, dass die DNG-Spezifikation auf Version 1.2 aktualisiert wurde. Das Format unterstützt nun auch die Möglichkeit, mehrere Kameraprofile [vergleichbar den ICC-Profilen] als Metadaten in einer DNG-Datei mitzuspeichern. Außerdem kann nun in den Metadaten ein Hash gespeichert werden, mit dem die Integrität der gespeicherten Bilddaten überprüft werden kann.
