11.12.2005

MATRIX FORUM

3D-Design als Bewegungstherapie

Aus der Asche des World Trade Center steigen neue Hochhäuser auf - eines der ersten fertig gestellten Bürogebäude ist "7 WorldTradeCenter" von Silverstein Properties.

Dort ist eine ganze Etage des 52 Stockwerke hohen Glasturms für Marketingzwecke reserviert, die Projektpräsentation wurde vom Münchner Designbüro KMS Team in Zusammenarbeit mit dem US-Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill entwickelt. Das zentrale Steuerungselement der Präsentation ist der interaktive iFrame, eine Innovation des Österreichers Oliver Irschitz.

Fenster zur Zukunft

Der iFrame dient als Navigation für das "Window to the future", mit dem sich der Wiederaufbau auf dem Ground Zero als Blick in die Zukunft erlebt werden kann. Dafür werden die aktuellen Videobilder des Geländes, aufgenommen von einer Kamera an der Fassade des Büroturms mit 3D-Animationen, der die geplanten Gebäude und die zugehörigen Daten vereint, "begehbar" gemacht.

Interaktiv und intuitiv

Entstanden ist der iFrame aus einer Reihe

von interaktiven und

intuitiven Informations- und

Präsentationssystemen, die Oliver

Irschitz seit einigen Jahren unter der

Vom iTube zum iFrame

Oliver Irschitz hat an der Kunstakademie in Wien Architektur studiert und sich dort mit der

Verknüpfung von realen und virtuellen Welten beschäftigt. Seither entwickelt er gemeinsam mit Partnern eigene Hard- und Software, um seine Ideen von menschenzentrierten Produkten und Lösungen zu verwirklichen.

Vor sieben Jahren entstand sein erstes Interface,

der iTube, ein teleskopartig ausziehbarer transportabler Tunnel, der für Präsentationen auf Messen und bei Roadshows entwickelt

IFrame als Therapie

Der iTube, der iFrame und der iDesk, die Oliver Irschitz unter dem Firmennamen Peyote entwickelt hat, waren ursprünglich in erster Linie für Business-Präsentationen gedacht.

Mittlerweile haben auch Ärzte und Therapeuten die Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der "cross design concepts" entdeckt.

Der Neurologe Leopold Saltuari und sein Team am

Landeskrankenhaus Hochzirl setzen den iFrame für die Therapie von Bewegungseinschränkungen der Arme nach Unfällen, Operationen und bei neurologischen Erkrankungen ein und haben

damit schon gute Erfolge erzielt.

Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix

Folgende Beiträge stehen auf dem Programm:

1) "Window to the future - Virtueller

Blick auf Manhattan"

2)"HD DVD versus Blue Ray - Die Industrie

sucht nach einem neuen Standard"