3D-Design als Bewegungstherapie
Aus der Asche des World Trade Center steigen neue Hochhäuser auf - eines der ersten fertig gestellten Bürogebäude ist "7 WorldTradeCenter" von Silverstein Properties.
Dort ist eine ganze Etage des 52 Stockwerke hohen Glasturms für Marketingzwecke reserviert, die Projektpräsentation wurde vom Münchner Designbüro KMS Team in Zusammenarbeit mit dem US-Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill entwickelt. Das zentrale Steuerungselement der Präsentation ist der interaktive iFrame, eine Innovation des Österreichers Oliver Irschitz.
Fenster zur Zukunft
Der iFrame dient als Navigation für das "Window to the future", mit dem sich der Wiederaufbau auf dem Ground Zero als Blick in die Zukunft erlebt werden kann. Dafür werden die aktuellen Videobilder des Geländes, aufgenommen von einer Kamera an der Fassade des Büroturms mit 3D-Animationen, der die geplanten Gebäude und die zugehörigen Daten vereint, "begehbar" gemacht.
Objekte werden mit einfachen Handbewegungen ausgewählt, ebenso lassen sich Pläne und Gestaltung im Detail studieren.
silversteinpropertiesInteraktiv und intuitiv
Entstanden ist der iFrame aus einer Reihe
von interaktiven und
intuitiven Informations- und
Präsentationssystemen, die Oliver
Irschitz seit einigen Jahren unter der
Vom iTube zum iFrame
Oliver Irschitz hat an der Kunstakademie in Wien Architektur studiert und sich dort mit der
Verknüpfung von realen und virtuellen Welten beschäftigt. Seither entwickelt er gemeinsam mit Partnern eigene Hard- und Software, um seine Ideen von menschenzentrierten Produkten und Lösungen zu verwirklichen.
Vor sieben Jahren entstand sein erstes Interface,
der iTube, ein teleskopartig ausziehbarer transportabler Tunnel, der für Präsentationen auf Messen und bei Roadshows entwickelt
wurde. Die auf die Wand am Ende des Tunnels projizierten Anwendungen werden ebenfalls mit Handbewegungen gesteuert. Zur Erkennung der Position der Hand dient der "Lichtvorhang" - ein feines Gitter aus Lichtschranken, der auch beim iFrame zum Einsatz kommt.
www.irschitz.atIFrame als Therapie
Der iTube, der iFrame und der iDesk, die Oliver Irschitz unter dem Firmennamen Peyote entwickelt hat, waren ursprünglich in erster Linie für Business-Präsentationen gedacht.
Mittlerweile haben auch Ärzte und Therapeuten die Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der "cross design concepts" entdeckt.
Der Neurologe Leopold Saltuari und sein Team am
Landeskrankenhaus Hochzirl setzen den iFrame für die Therapie von Bewegungseinschränkungen der Arme nach Unfällen, Operationen und bei neurologischen Erkrankungen ein und haben
damit schon gute Erfolge erzielt.
Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix
Folgende Beiträge stehen auf dem Programm:
1) "Window to the future - Virtueller
Blick auf Manhattan"
2)"HD DVD versus Blue Ray - Die Industrie
sucht nach einem neuen Standard"
