Einkaufsboom beim Online-Handel 2005
In diesem Jahr werde der Umsatz mit Internet-Bestellungen erneut zweistellig zulegen, teilte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels [bvh] am Freitag in Frankfurt mit. Insgesamt rechnen die deutschen Handelshäuser allerdings nur mit einem Weihnachtsgeschäft auf Vorjahresniveau.
"Der Trend hält an, Geschenke online zu kaufen. Hier melden praktisch alle Versender Zuwächse", sagte bvh-Hauptgeschäftsführer Thomas Steinmark. Auch für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einem kräftigen Umsatzanstieg der Webshops um 24 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro in Deutschland.
Der Verband vertritt 210 Versandunternehmen, die rund 90 Prozent des Umsatzes der deutschen Versandhandelsbranche erzielen.
Wie in Deutschland ...
Am Mittwoch hatte bereits der größte deutsche Handelsverband HDE
erklärt, er rechne beim Online-Weihnachtsgeschäft mit einem
Umsatzanstieg von zwölf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Unter dem
Weihnachtsgeschäft summiert der Handel sämtliche Umsätze im November
und Dezember.
Die Zuwächse im Detail... so auch bei uns daheim im Netz
In Österreich liegen noch keine Wachstumsraten für das Online-Weihnachtsgeschäft vor, zu erwarten ist, dass die Zuwächse ebenso gut ausfallen wie beim Nachbarn. Bereits 2,3 bis 2,5 Millionen Österreicher kaufen laut Marketagent.com im Netz ein und werden dabei im laufenden Jahr um die 1,5 Milliarden Euro ausgeben.
Bei eBay Österreich herrscht vor Weihnachten eine besonders hohe Nachfrage nach PlayStations, DVD-Playern, iPods und anderen MP3-Playern sowie nach Fotoausrüstungen und nach allem rund um das Thema Computer. Alle 2,5 Minuten wechselt ein Computer bei eBay Österreich den Besitzer. In der Kategorie Unterhaltungselektronik geht alle 3,6 Minuten ein Produkt bei eBay Österreich über den virtuellen Ladentisch.
Unterhaltungselektronik dominiert
Nach Einschätzung des deutschen Verbandes zahlt sich besonders eine enge Verzahnung von Katalog und Internet-Handel aus. Schließlich würden fast 40 Prozent der Online-Käufer zunächst den Katalog der Händler nutzen.
"Beide Medien zusammen ergeben einen optimal aufeinander abgestimmten Vertriebsmix", sagte Steinmark. Die im Internet verkaufte Produktpalette entspreche zudem fast genau der des Kataloges. Auf beiden Vertriebsschienen dominierten zu Weihnachten Unterhaltungselektronik, Bekleidung und Bücher.
In den USA werden Zuwächse bis zu 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorausgesagt, weil immer mehr Konsumenten auch auf Grund der gestiegenen Benzinpreise lieber von zu Hause aus einkaufen.
Laut den Marktforschern von comScore Networks wird der Umsatz im Online-Weihnachtsgeschäft heuer auf 19 Milliarden Dollar steigen. Forrester Research rechnet mit 18 Milliarden Dollar.
Online-Handel freut sich auf Weihnachten
