Napster startet in Deutschland
Der Online-Anbieter Napster startet mit einem kostenpflichtigen Angebot in Deutschland. Damit konkurriert das US-Unternehmen auch mit der Online-Plattform der Deutsche-Telekom-Tochter T-Online, musicload.
Napster werde in Deutschland mit über 1,5 Millionen Titeln einen der größten Musikkataloge der Welt anbieten, so Thorsten Schliesche, Deutschland-Manager von Napster.
Durch zahlreiche Partnerschaften könne Napster jedes Musikgenre abdecken. Der Start des Angebots sei für Freitagmorgen geplant.
Napster verkauft Musik vor allem als Abo. Dabei zahlt der Kunde monatlich für die Nutzungsrechte. Sobald er nicht mehr zahlt, kann er die Musik auch nicht mehr anhören.
Für 9,95 Euro erhält der Kunde Zugriff auf den gesamten Musikkatalog zum Anhören und Herunterladen auf bis zu drei Computer. Für 14,95 Euro könnten zusätzlich bis zu zwei mobile Abspielgeräte bestückt werden.
Napster.deNapster-Angebot im Supermarkt
Daneben gibt es auch den klassischen Download-Service, einzelne Titel könnten für je 99 Cent [ganze Alben ab 9,95 Euro] heruntergeladen und auf CD gebrannt oder etwa auf MP3-Player übertragen werden.
Abgerechnet wird online, zusätzlich verkauft Napster Deutschland Guthabenkarten [Prepaid] in Supermärkten und sei damit auch für Kunden interessant, die ihre Zahlungsdaten nicht im Internet hinterlegen könnten. "Damit kann Napster auch verschenkt werden", so Schliesche.
Die Prognosen für Napster in Deutschland seien gut, so Schliesche weiter. Experten schätzten, dass der Umsatz mit digitaler Musik bis 2009 auf über 160 Millionen Euro von zwölf Millionen Euro 2004 steigen werde. Zugleich werde bis 2009 europaweit die Zahl der MP3-Playern auf mindestens 27 Prozent steigen. 2004 habe der Anteil bei elf Prozent gelegen.
Für Kunden sei es zunehmend wichtiger, unterwegs Musik dabei zu haben, so Schliesche. Deswegen werde die Zahl der selbstgebrannten CDs immer weiter zurückgehen. Eine Tendenz, auf die sich Napster Deutschland einstelle.
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