Mobilbox-Sicherheitslücke geschlossen
Nach der Entdeckung einer schweren Sicherheitslücke bei der Abfrage von Mobilbox-Nachrichten haben die großen deutschen Handynetz-Betreiber nun einen Riegel vorgeschoben.
Ab sofort müssen alle Handybesitzer bei Abfragen ihrer Nachrichten aus dem Ausland und zum Teil auch aus dem deutschen Festnetz ihre persönliche PIN-Nummer eingeben, so die Mobilfunker.
Bisher war das nur bei Anrufen aus bestimmten Ländern notwendig.
Der "Spiegel" hatte bei Recherchen aufgedeckt, dass die Mobilbox via Anruf über Internet-Telefonie von Dritten abgehört werden kann.
Der "Spiegel"-BerichtDie entdeckte Lücke
Bisher konnten Angreifer ohne viel Aufwand einfach via Internet-Telefonie fremde Mailboxen abhören.
Bei einigen Voice-Over-IP-Diensten kann die Angabe der eigenen Telefonnummer nach Belieben verändert werden. Dem Gesprächspartner kann so vorgetäuscht werden, das Gespräch komme von einem anderen Anschluss, berichtete der "Spiegel".
Durch diesen Trick war es zum Beispiel möglich, einer Mailbox vorzugaukeln, der Handybesitzer rufe selbst von seinem eigenen Mobiltelefon an. Damit wird der Zugang zur Mobilbox freigegeben.
