03.12.2005

ANTI-VIRUS

Internet-Immunsystem gegen Virenplage

Ein Heilmittel gegen Computerviren, das sich selbst wie ein solcher verbreitet, könnte das Internet gegen derartige Angriffe immunisieren. Zu diesem Schluss kommt eine mathematische Studie der Universität in Tel Aviv.

Herkömmliche Anti-Viren-Programme nutzen so genannte "Signaturen", um einen Virus zu erkennen und zu blockieren. Doch bevor das Gegenmittel gesendet werden kann, muss der Virus erst analysiert werden.

Entscheidender Zeitvorsprung

Durch diesen Zeitaufwand richten sich schnell verbreitende Viren meist enormen Schaden an, bevor sie schließlich gestoppt werden.

Sendet Virensignatur aus

Ein ganzer Verbund von Computern, so genannte Honeypots, soll weltweit gleichmäßig über das Internet verteilt werden. Diese Rechner fungieren als eine Art Wächter und haben die Aufgabe, Viren zu erkennen und zu bekämpfen.

Tappt ein Virus in die Falle und infiziert einen Wächter-PC, analysiert ihn sofort die dort installierte Virenschutzsoftware und gibt sogleich die Signatur des Schädlings weiter.

Schneller als der Virus

Die Wächter sind zu diesem Zweck über ein sicheres Netzwerk direkt miteinander verbunden. Jeder Honeypot-PC gibt die Abwehrmaßnahme wiederum an ein Netzwerk von Computern weiter, um breitflächigen Schutz zu ermöglichen.

Die Informationen zur Abwehr des Virus sollen sich so schneller verbreiten als dieses selbst.