Microsoft will "von Sony lernen"
Am Freitag startet der Europa-weite Verkauf von Microsofts neuer Spielekonsole, der Xbox 360.
Mit der zweiten Auflage will Microsoft alte Fehler vermeiden - und bietet die Konsole diesmal zu einem wettbewerbsfähigen Preis an, meint Chris Lewis, Xbox-Europaverantwortlicher bei Microsoft, zur "Süddeutschen Zeitung" [SZ, Dienstag-Ausgabe].
Dabei herrscht zwischen den USA und Europa "Preisgleichheit": In den USA kostet die Xbox 399 Dollar, in Europa 399 Euro. Diesen doch gravierenden Unterschied erklärt Lewis mit Mehrkosten für Ländervarianten, länderspezifische Steuern und Transportkosten.
Lewis gibt weiters zu, dass Microsoft derzeit mit jeder verkauften Konsole Verluste einfährt.
Das Geld lasse sich hauptsächlich mit verkauften Spielen machen, meint Lewis. Im Laufe der Zeit sollen die Produktionskosten aber deutlich sinken.
MS macht 126 USD pro Xbox 360 VerlustWerbung soll Geld bringen
Hauptkonkurrent und Konsolenkönig Sony stellt Lewis zudem ein gutes Zeugnis aus: "Sony stellt ein gutes Produkt her - und wir versuchen zu lernen, was sie besonders gut machen." Microsoft verstehe auch das Geschäft in der Spielebranche jetzt besser als noch bei der ersten Generation.
Für die Zukunft hat sich der Hersteller wie gewohnt die Ziele hoch gesteckt. Microsoft wolle Marktführer bei den Spielekonsolen werden. "Alles, was wir jetzt tun, ist darauf ausgelegt, den Kampf im Wohnzimmer zu gewinnen", so Lewis in der "SZ".
Neben dem Verkauf von Spielen will Microsoft laut Lewis auch mit Werbung in den Spielen und bei seinem Online-Service Xbox Live verdienen.
SZ: "Wir wollen den Kampf ums Wohnzimmer gewinnen"
