Swisscom sichert sich iPhone-Vertrieb
Verkauf in der Schweiz
Der größte Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom wird in diesem Jahr das iPhone von Apple herausbringen. Genauere Angaben zu dem geplanten Modell und den Tarifen wollte die Swisscom am Mittwoch nicht machen. In Österreich wird das iPhone bereits über T-Mobile vertrieben.
Üblicherweise schließt Apple mit den Mobilfunkanbietern in den einzelnen Ländern exklusive Vertriebsabkommen und wird dafür am Gesprächsumsatz der Kunden beteiligt. In Deutschland hat sich T-Mobile den Zuschlag gesichert.
Marktführer Swisscom
Apple hatte das iPhone erstmals vor knapp einem Jahr in den USA auf den Markt gebracht. Das ehemalige Staatsunternehmen Swisscom zählte Ende 2007 über fünf Millionen Handykunden und kontrolliert damit rund zwei Drittel des Marktes. Der zur France Telecom gehörende Konkurrent Orange sowie Sunrise, eine Tochter der dänischen TDC , stagnieren seit Jahren bei einem Marktanteil von jeweils rund 20 Prozent.
Nach Aussagen eines Swisscom-Sprechers telefonieren bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart etwa 25.000 Swisscom-Kunden mit dem iPhone. Die meisten Geräte dürften wohl aus den USA stammen, wo das iPhone für 400 bis 500 Dollar [259 bis 323 Euro] verkauft wird.
Warten auf UMTS-Version
Die Swisscom machte den Vertragsabschluss mit Apple einige Wochen vor einer mit Spannung erwarteten Konferenz des US-Computerherstellers publik. Branchenanalysten tippen darauf, dass Apple im Juni ein neues Modell des iPhone enthüllt, das auch den schnellen Funk-Datenübertragungsstandard UMTS beherrscht. UMTS ist in Europa weit verbreitet. Die Swisscom erreicht mit dem Datenfunk 90 Prozent der Bevölkerung.
Apple will in diesem Jahr insgesamt zehn Millionen Exemplare des Multifunktionshandys verkaufen. Weltweit sollen nach Schätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner rund 1,25 Milliarden Handys abgesetzt werden.
(APA | dpa)
