Hohe Verluste bei Electronic Arts

Minus
14.05.2008

Konzernumbau und hohe Entwicklungskosten

Der weltgrößte Videospieleanbieter Electronic Arts [EA] hat seine Verluste wegen des Konzernumbaus und höherer Entwicklungskosten im vergangenen Quartal fast vervierfacht. Unter dem Strich stand ein Minus von 94 Millionen Dollar [61 Mio. Euro].

Der Umsatz kletterte dank Kassenschlagern wie "Rock Band" und "Army of Two" um 84 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar, teilte der US-Hersteller am Dienstagabend in Redwood City mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr [31. März] schrieb EA einen Verlust von 454 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 3,67 Milliarden Dollar.

Übernahme von Take-Two

Electronic Arts steckt mitten im Kampf um die Übernahme des Konkurrenten Take-Two, der gerade mit seinem Spiel "Grand Theft Auto IV" alle Rekorde bricht. Das bereits verlängerte Kaufoffert im Wert von rund zwei Milliarden Dollar läuft an diesem Freitag aus. Take-Two lehnt das Angebot als zu niedrig ab, zeigte sich aber grundsätzlich für Gespräche offen.

Der Markt für Computer- und Videospiele boomt und erlebt derzeit eine Übernahmewelle: Branchenführer EA droht verschärfte Konkurrenz vom französischen Medienriesen Vivendi, dessen Spielesparte sich gerade den US-Anbieter Activision ["World of Warcraft"] einverleibt.

Für das im April gestartete neue Geschäftsjahr erwartet Electronic Arts einen Umsatz zwischen 4,9 und 5,15 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll inklusive Einmallasten zwischen 0,25 und 0,52 Dollar liegen.

(dpa)