Handy-Games überholen PC-Spiele
Davon geht der britische Marktforscher Informa Telecoms & Media im Bericht "Dynamics of Games" aus. Das Konsolengeschäft soll etwa die Hälfte der weltweiten Game-Umsätze ausmachen.
Den größten Marktanteil bei den Konsolen wird laut Informa trotz des Frühstarts von Microsofts Xbox 360 dennoch Sony mit seiner PS3 erreichen.
Allerdings werde der Abstand zu den Konsolen von Microsoft und Nintendo kleiner. Die Xbox 360 werde vom Frühstart profitieren und auch die Nintendos Ideen für seine neue Konsole Revolution haben Aufsehen erregt.
2010 erwartet Informa-Analyst Adam Thomas für die PS3 einen Marktanteil von 46 Prozent [PS2 rund 67 Prozent].
Die Xbox 360 schafft es demnach auf 36 Prozent [Xbox rund 17 Prozent], Nintendos Revolution auf 18 Prozent [Gamecube rund 16 Prozent].
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Der weltweite Umsatz mit Konsolen-Hardware betrug laut Informa 2005 rund 3,9 Mrd. Dollar, mit dem Verkauf und Verleih von Konsolen-Spielen wurden 13 Mrd. Dollar umgesetzt. Bis 2010 soll der Hardware-Umsatz auf 5,8 Mrd. Dollar, die Spiele dafür auf über 17 Mrd. Dollar anwachsen.
Auch der britische Marktforscher Screen Digest sieht das Konsolengeschäft ansteigen. Screen Digest liefert unter anderem Daten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Daraus geht hervor, dass in Deutschland PC-Games im weltweiten Vergleich noch eine größere Rolle spielen.
Screen Digest weist für Deutschland Software-Umsätze in der Höhe von 948,3 Mio. Euro aus, davon 424 Mio. Euro am PC und 371,6 Mio. Euro für Konsolen. 153 Mio. Euro werden mit Games für Handheld-Geräte umgesetzt.
2009 sollen laut Screen Digest auch in Deutschland die Konsolengames mit 505 Mio. Euro vor den PC-Spielen mit 373 Mo. Euro liegen.
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In Österreich und der Schweiz zusammen liegen die Softwareumsätze 2005 bei 232 Mio. Euro, wobei Konsolen schon jetzt deutlich vor dem PC liegen. Bis 2009 erwartet Screen Digest ein leichtes Wachstum auf 248 Mio. Euro.
Mobile Games sind der am schnellsten wachsende Sektor der Spielebranche, darin sind sich Informa und Screen Digest einig. Noch im Jahr 2000 betrug der Umsatz laut Informa 65 Mio. Dollar weltweit. 2005 sind es 2,5 Mrd. Dollar, 2010 sollen es mehr als elf Mrd. Dollar sein.
Wachstumsmärkte sind aber auch die Bereiche Online-Spiele und Interactive TV. Online-Games bieten den Gameproduzenten langfristigere Einnahmequellen. 2005 brachten sie knapp zwei Mrd. Dollar, 2010 erwartet Informa einen Umsatz von mehr als sechs Mrd. Kurzfristig werde der PC beim Online-Gaming noch dominieren.
Interactive TV ist zurzeit mit 786 Mio. Dollar noch der kleinste Sektor, soll aber bis 2010 auf über drei Mrd. Dollar wachsen und damit sogar den Umsatz mit PC-Spielen [Verkauf und Verleih] überholen.
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Die großen Verlierer bis 2010 sollen laut Informa PC-Games sein. War der Sektor im Jahr 2000 mit über fünf Mrd. Dollar noch der zweitgrößte Umsatzbringer hinter den Konsolenspielen [9,45 Mrd. Dollar], brachten sie dieses Jahr nur mehr 4,3 Mrd. Dollar. Handhelds machten im Vergleich 4,8 Mrd. Dollar Umsatz. Bis 2010 soll der PC-Sektor auf unter drei Mrd. Dollar fallen.
Als Grund nannte Informa die zunehmende Leistungsfähigkeit der auf Spiele spezialisierten Konsolen.
Aber auch das Geschäft mit Handheld-Software soll in den kommenden fünf Jahren auf 3,1 Mrd. Dollar sinken. Überraschenderweise erwartet der Marktforscher bis 2010 eine Halbierung der globalen Umsätze mit Handheld-Hardware für Games [z.B. Game Boy, Nintendo DS, Sony PSP] von 3,8 Mrd. in diesem Jahr auf nur noch 1,7 Mrd. im Jahr 2010.
