Aktionäre greifen Yahoo-Direktorium an

nachwehen
13.05.2008

Jackson will Entlastung verweigern

Yahoo-Aktionär Eric Jackson will sich doch nicht für die Entlassung des Direktoriums des US-Internetkonzerns einsetzen. Stattdessen wolle er dafür werben, dass die Unternehmensführung bei der Hauptversammlung am 3. Juli nicht entlastet werde, erklärte Jackson, Chef des Investmentfonds Ironfire Capital, am Dienstag in einer Email an die Nachrichtenagentur Reuters.

Gegenkandidaten von Icahn

Dagegen erwägt einem Bericht des Fernsehsenders CNBC zufolge Milliardeninvestor Carl Icahn, Gegenkandidaten aufzustellen. Icahn konnte zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Yahoo-Aktien zogen nach dem Fernsehbericht an der Nasdaq mehr als fünf Prozent an.

Jackson lastet der Yahoo-Spitze das Scheitern der Übernahmeverhandlungen mit Microsoft an. Er hatte erklärt, gemeinsam mit einer Gruppe von anderen Anteilsinhabern eine Ablösung des Yahoo-Direktoriums zu prüfen. Im vergangenen Jahr war Jackson maßgeblich am Hinausdrängen des ehemaligen Yahoo-Chefs Terry Semel beteiligt.

(Reuters)