24.11.2005

KRANKENSCHEIN

Roll-out der E-Card abgeschlossen

Die E-Card biegt nun wirklich in die Zielgerade. Am Freitag, 25. November wurden die letzten Karten verschickt.

"Wir sind diese Woche fertig mit dem Kartenversand", erläuterte der zuständige Projektmanager im Hauptverband, Volker Schörghofer. "Die E-Card ist durch."

Ärzte bis Jahresende angeschlossen

Bei den Ärzten wird es dagegen noch dauern, bis alle an das System angeschlossen sind. "Da werden wir bis Weihnachten sicher noch arbeiten."

Mehr als 10.000 der insgesamt 11.700 Vertragsärzte sind bereits angeschlossen, über 1.200 fehlen noch. "Die werden aber sicher noch heuer installiert."

Noch 100 E-Card-Verweigerer bei Ärzten

Bis 1. Jänner müssen alle Ärzte angeschlossen sein. Wenn ein Arzt bis dahin noch keine Bestellung abgegeben hat und das System verweigert, könne er ab Jänner nicht mehr mit der Sozialversicherung abrechnen, erklärt Schörghofer.

Laut Schörghofer gibt es derzeit rund 100 standhafte E-Card-Verweigerer unter den Ärzten. Er geht aber davon aus, dass der Großteil davon den Kassenvertrag zurücklegen oder in Pension gehen wird.

Mehr Aufgaben für die E-Card

Derzeit fungiert die E-Card als reiner Krankenscheinersatz, in den nächsten zwei Jahren sollen die Funktionen ausgebaut werden.

In einem ersten Schritt soll als nächster Ausbauschritt das Arzneimittelbewilligungsservice in Angriff genommen werden.

Damit könne der Arzt über das System den Antrag für ein Medikament einbringen und der Chefarzt bewillige online.

Überweisung und Rezept ab 2007

Voraussichtlich erst im Jahr 2007 werden Überweisungen und Zuweisungen über die E-Card möglich sein. Hier sei man erst im "Planungsstadium", heißt es im Hauptverband. Ein Probebetrieb könnte nächstes Jahr erfolgen.

Ebenfalls erst 2007 kommen dürfte das "elektronische Rezept", mit dem sich die Ärzte das Ausstellen von Papierrezepten ersparen werden.

Panne wird am Wochenende behoben

Am Montag kam es erneut zu einem Systemausfall. Das sei unangenehm und "lässt mich nicht ruhig schlafen", so Schörghofer.

Jetzt habe man aber genug Informationen, um den Fehler zu lokalisieren und am Wochenende entsprechende Korrekturen einzubauen, damit er auch wirklich nicht mehr auftrete.

"Offline ist nicht Normalzustand. Das ist ein eingeschränkter Betrieb. Für den Arzt ergibt sich aber keine Beeinträchtigung seines Ordinationsbetriebes", beruhigte Schörghofer. Die Daten würden zwischengespeichert und nach Wiederverfügbarkeit übertragen.