23.11.2005

DEAL

Hollywood einigt sich mit BitTorrent

Bram Cohen, Entwickler der populären Filesharing-Software BitTorrent, hat sich mit US-Filmstudios auf ein neues Vorgehen geeinigt.

BitTorrent selbst speichert keine Videos, Musikdateien oder Programme, sondern verknüpft nur bereits vorhandene Kopien von gewünschtem Material. Der User lädt von vielen anderen Usern gleichzeitig herunter, der Datenstrom entwickelt sich zum reißenden Fluss ["torrent"].

Aktuellen Studien zufolge macht der BitTorrent-Verkehr mittlerweile den Löwenanteil des Internet-Datenstroms aus. Dabei wird nicht nur raubkopiertes Material verbreitet - viele Linux- und sonstige Software-Distributoren bedienen sich BitTorrent, wenn es darum geht, große Datenmengen in kurzer Zeit vielen Usern gleichzeitig zur Verfügung zu stellen.

Gegen Gelegenheits-Downloader

BitTorrent-Erfinder Cohen hat nun mit Hollywood ein Abkommen geschlossen, über die Suchmaschine BitTorrent.com keine Links zum Download von illegal kopiertem Material mehr zu listen. Das soll vor allem Gelegenheitssauger abwimmeln.

Das BitTorrent-Netzwerk selbst bleibt aber weiterhin bestehen.

Der Deal mit Hollywood soll den Filmstudios Verhandlungsbereitschaft signalisieren und könnte in späterer Folge zu gemeinsamen Geschäften führen.