Infineon steigt aus Glasfasergeschäft aus
Der auch mit einem Werk in Villach in Kärnten vertretene deutsche Halbleiterkonzern steigt nach dem Verkauf des größten Teils seines Glasfasergeschäfts nun auch aus den verbliebenen Aktivitäten in diesem Bereich aus.
Nur ein kleiner Bereich zur Produktion von Chips für die Glasfaserkommunikation in Autos bleibt im Unternehmen.
Das Infineon-Werk im tschechischen Trutnov, wo derzeit 500 Mitarbeiter beschäftigt seien, werde vom Autozulieferer Siemens VDO übernommen, teilte Infineon am Montag mit. Die Produktion von parallelen optischen Komponenten [Paroli] werde eingestellt. Kunden hätten nun letzte Kaufaufträge eingereicht, die in den kommenden Quartalen abgearbeitet würden.
Finisar hat Großteil gekauft
Anfang des Jahres hatte Infineon einen Großteil seines
defizitären Glasfasergeschäfts an den US-Konzern Finisar verkauft.
2004: Infineon verkauft Glasfaser-GeschäftRestrukturierung abgeschlossen
Mit den nun vereinbarten Maßnahmen werde die Restrukturierung des Glasfasergeschäfts abgeschlossen, erklärte Infineon.
Welchen Kaufpreis Siemens VDO für das Werk bezahlt, gab Infineon nicht bekannt. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden. Vor dem Beginn der Umstrukturierung hatte das Glasfasergeschäft von Infineon etwa 1.200 Mitarbeiter, der Jahresumsatz wird in der Branche auf seinerzeit mehr als 100 Mio. Dollar geschätzt.
Ursprünglich hatte Infineon die gesamte Sparte für gut 263 Mio. Dollar an Finisar verkaufen wollen. Der Vertrag wurde dann mehrfach modifiziert. Am Ende übernahm Finisar nur etwa 40 Prozent des Geschäfts für einen Wert von damals knapp 50 Mio. Dollar.
