Daten von sechs Mio. Chilenen gestohlen
Dieb wollte schlechten Datenschutz aufzeigen
Ein Hacker hat sich in Chile die Daten von sechs Millionen Bürgern verschafft und im Internet veröffentlicht.
Wie die Zeitung "El Mercurio" am Sonntag berichtete, stahl der Hacker in der Nacht zum Sonntag Daten von den Seiten des Gesundheitsministeriums, der Wahlbehörde und der staatlichen Telefongesellschaft und veröffentlichte sie auf zwei beliebten Websites. Bei den Daten handelte es sich um Namen, Anschriften und E-Mail-Adressen.
Der Chefermittler für Internet-Kriminalität bei der chilenischen Polizei, Jaime Jara, sprach von einer "ernsten Angelegenheit". Die Daten waren dem Bericht zufolge mehrere Stunden auf den beiden Websites zu lesen, bevor die Behörden sie entfernten.
Der Hacker kommentierte seine Tat im Internet mit den Worten, er habe zeigen wollen, wie ungeschützt persönliche Daten in Chile seien.
Vermisste PCs in Deutschland
Auf den bei deutschen Bundesbehörden zwischen 2005 und 2007 spurlos verschwundenen Computern haben sich auch sensible und geheime Daten befunden.
(AFP)
