Kabelbetreiber wollen Lizenz für Digital-TV
Österreichische und deutsche Kabelnetzbetreiber fordern, dass der Staat Subventionen für Technologieunternehmen unabhängig von der verwendeten Technik gewährt.
Der Präsident der Multimedia Austria, Thomas Hintze, meinte, die Politik müsse auf einseitige Förderungen von anderen Übertragungswegen wie beispielsweise des digitalen terrestrischen Fernsehens DVB-T verzichten.
Peter Charisse, Geschäftsführer der ANGA Verband privater Kabelnetzbetreiber, forderte zudem eine "gesetzliche Lizenz", welche die Kabeleinspeisung aller analogen und digitalen Programme gestattet, die über Satellit empfangbar sind.
Privatsender verweigern Digitalinhalte
Rüttger Keienburg, Präsident des Deutschen Kabelverbandes, verwies auf die Vorteile der digitalen Übertragung von Fernsehprogrammen und das stetig wachsende Programmangebot in den Kabelnetzen.
Gleichzeitig beklagte er: "Derzeit verweigern uns jedoch die großen privaten Senderfamilien die digitale Einspeisung ihrer Programme."
Die deutschen Kabelnetzbetreiber fordern ein Parallelverbreitungsrecht. "Was analog im Kabel empfangbar ist, darf digital nicht blockiert werden", erklärte der Präsident der Interessenvertretung der großen regionalen Netzbetreiber in Deutschland.

