08.11.2005

AUFRUF

Internet-Firmen dürfen Zensur nicht fördern

25 sozial ausgerichtete Investmentfonds haben an große Internet-Firmen appelliert, sich deutlicher als bisher von Menschenrechtsverletzungen abzugrenzen.

In einem Brief warnten die Fonds Unternehmen wie Microsoft, Cisco, Yahoo und Google vor dem Risiko, an der Unterdrückung von Meinungsfreiheit mitzuwirken.

Regierungen dürften genauso wenig im Internet wie in privaten Mails und Gesprächsforen schnüffeln.

Die Gruppe, die ein Vermögen von insgesamt 21 Milliarden US-Dollar verwaltet, bezog sich auf jüngste Diskussionen über die Rolle von Yahoo in Hongkong bei der Festnahme eines chinesischen Dissidenten.

Technik hinter der Zensur

Die Kampagne der Fonds nahm auch Firmen ins Visier, die Regierungen die nötige technische Ausrüstung zur Ausübung von Zensur liefern.

Cisco etwa wird seit langem vorgeworfen, die chinesische Regierung mit Technologien zu versorgen, die eine engmaschige Kontrolle des Internets im Inland ermöglichen.

Eine Cisco-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück: "Cisco hat keine Produkte für irgendeine Regierung oder einen regionalen Markt speziell entworfen oder vermarktet, mit denen Internet-Inhalte zensiert werden könnten."