Firefox-Browser wird ein Jahr alt
Firefox hat in seinem ersten Jahr das Netz verändert. Der Browser macht Microsofts Internet Explorer zunehmend Konkurrenz, seit er am 9. November 2004 in der Version 1.0 veröffentlicht wurde.
Das besondere an Firefox ist, dass mit der Software keine kommerziellen Interessen verfolgt werden. Der Programmcode ist Open Source und somit frei verfügbar und veränderbar. Zudem ist die Software kostenlos verfügbar.
Kurz vor Firefox' Geburtstag hatte die Browser-Gemeinde bereits einen Grund zum Feiern: 100 Millionen Mal wurde das Surfprogramm seit der Veröffentlichung bis Oktober heruntergeladen. "Das ist weit mehr, als wir erwartet haben", sagt Tristan Nitot, Sprecher von Mozilla Europe. Das Mozilla-Projekt koordiniert unter anderem die Entwicklung von Firefox.
MS IE hat 85 Prozent Marktanteil
Den Analysten von Onestat.com zufolge hat Firefox derzeit einen
Marktanteil von 11,51 Prozent. Microsofts Internet Explorer liegt
mit einem Marktanteil von 85,45 Prozent an der Spitze. Andere
Marktforschungsunternehmen sehen Firefox aber noch bei weniger als
zehn Prozent Marktanteil.
Firefox durchbricht Zehn-Prozent-MarkeFirefox-Geschichte geht auf die 90er zurück
Die Geschichte von Firefox geht zurück bis in die frühen 90er Jahre, als Netscape noch das populärste Surfprogramm war. Firefox basiert ursprünglich auf Programmbestandteilen des damaligen Netscape-Browsers.
Nachdem sich AOL aus der Entwicklung von Netscape zurückgezogen hatte, gründete sich die Mozilla Foundation, die die Entwicklung von Programmen wie Firefox organisiert und finanziell unterstützt.
Mehrere Sites in einem Fenster
Firefox punktet bei seinen Nutzern nicht zuletzt durch seine
Benutzerfreundlichkeit: Durch die vielen Erweiterungen, die die
Firefox-Gemeinde entwickelt und sich jeder zusätzlich installieren
kann, lässt sich die Software den eigenen Bedürfnissen anpassen. Das
so genannte Tabbed Browsing ermöglicht zudem, mehrere Websites in
einem Fenster zu öffnen.
Thunderbird und Firefox 1.5 RC1 sind daFirefox gibt Internet Standards zurück
Aber Firefox hat auch das Internet selbst verändert. "Firefox hilft, dem Internet seine Standards wieder zu geben", meint Nitot. Die fast flächendeckende Verbreitung des Internet Explorer habe dazu geführt, dass sich viele Betreiber von Websites nicht an Standards, sondern an den Bedürfnissen des Internet Explorer orientiert hätten.
Manche Seiten wurden nur im Internet Explorer korrekt dargestellt, doch die Zahl dieser Seiten scheint im vergangen Jahr abgenommen zu haben - Firefox-Anwender sind kritische Surfer und scheuen sich oft nicht, den Betreibern mitzuteilen, was sie an der Site stört.
