Moleküle als Schaltelemente
Die Erkenntnisse der Wissenschaftler des Instituts für Anorganische Chemie der Technischen Universität [TU] Graz könnten eine Trendumkehr in der Computer-Entwicklung einläuten.
Sie konnten nachweisen, dass sie genau jenen Kristall in der kleinsten Einheit aufbauen konnten, wie er auch für die Mikroelektronik interessant ist.
Bisher wurden in der Regel Silizium-Kristalle genommen und diese in irgendeiner Form in immer kleinere Einheiten zerteilt, um die gewünschten Chips herzustellen.
"Durch die Synthese molekularer Kristalle könnte man winzige Schaltelemente, Dioden, Transistoren und auch Leitungen gezielt aufbauen und maßschneidern", so Marschner. Ein Schaltelement könnte so im Idealfall aus einem einzigen Molekül bestehen.
Die Arbeit wurde in der jüngsten Ausgabe der US-Wissenschaftszeitschrift "Science" veröffentlicht.
Zum Abstract [kostenpflichtig]Schwierige Synthese
Bisher konnten die Wissenschaftler Silizium-Atome hauptsächlich zu Ketten - so genannten Poly-Silanen - zusammenfügen.
Die Synthese von dreidimensionalen Gebilden - wie sie als Grundbausteine von Kristallen nötig sind - ist dagegen deutlich schwieriger.
