04.11.2005

WIEN

Ärztekammer gibt Tipps zur Handynutzung

Die Wiener Ärztekammer will mit einer Plakataktion zu vernünftigem Handygebrauch mahnen.

Alle Wiener Arztpraxen werden mit knallgelben Plakaten, die optisch an Atomenergie-Warnschilder erinnern, ausgestattet, um vor möglichen Gefahren durch häufiges und unkontrolliertes Telefonieren mit dem Handy zu warnen.

Auf den Aushängen finden sich die "10 medizinischen Handy-Regeln", welche die Strahlenexposition reduzieren sollen, so die Kammer in einer Aussendung. Man handle dabei nach dem Motto "Sicher ist sicher".

Kein Handy für Kinder

In den "Handy-Regeln" rät die Ärztekammer dazu, prinzipiell so wenig und so kurz wie möglich zu telefonieren, Kinder unter 16 Jahren sollten gar nicht mobil kommunizieren. In der Nacht sollte das Handy des Weiteren generell ausgeschaltet werden.

Während des Gesprächsaufbaus und beim Versenden von SMS-Nachrichten sollte das Handy nicht in Kopfnähe gehalten, beim Telefonieren zudem ein Abstand zu anderen Personen [Passivstrahlung] gehalten werden.

Ohne Einschränkung der Lebensfreiheit

Wie Dorner anmerkte, seien die von der Ärztekammer postulierten Vorsichtsmaßnahmen "ohne wirkliche Einschränkung der Mobilität und Lebensfreiheit" möglich.

Mobilfunkbranche: "Panikmache"

Das Forum Mobilkommunikation [FMK], der Branchenverband der österreichischen Mobilfunkindustrie, sieht in den Warnungen der Wiener Ärztekammer eine Panikmache, welche die wissenschaftliche Faktenlage ausser acht lässt.

Es handle sich dabei nicht um eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilfunk und Gesundheit, sondern eine sorglose, wenn nicht verantwortungslose Aktion, die unbegründete Ängste gegenüber der Technologie schüren würde, so FMK-Sprecher Maximilian Maier.