04.11.2005

ÖSTERREICH

Handy zwischen Fluch und Segen

Während ältere Mobiltelefon-Nutzer einen Tag ohne Handy als Segen empfinden, denken unter 30-Jährige mit Schrecken an einen solchen 24-stündigen Entzug.

Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market hervor, bei der 400 Personen ab 18 Jahren befragt wurden, wie sie zu einem handylosen Tag stehen.

Über die Hälfte der Befragten [60 Prozent] gab dabei an, dass sie sich an einem handylosen Tag gut entspannen können, weil es nicht dauernd läutet.

Weitere 45 Prozent hätten kein Problem damit, da sie stattdessen einfach zum Festnetz greifen würden.

Unter 30-Jährige können nicht verzichten

Ganz anders denken hingegen jüngere Handynutzer zwischen 18 und 29 Jahren, dort ist laut market durchaus einiges an Suchtverhalten feststellbar.

Mehr als jeder Zehnte artikuliert Stressgefühle, wenn das Handy einen Tag lang nicht griffbereit ist, und quält sich mit Fragen wie "Was könnte ich alles versäumen?", "Wer sorgt sich, weil ich nicht erreichbar bin?" und "Wer hätte mich aller angerufen?"

Knapp ein Viertel ist zudem mit ständigem Suchen nach dem Mobiltelefon beschäftigt.