Nokias N-Gage bleibt unter Erwartungen
Knapp zwei Jahre ist Nokias Spielehandy N-Gage auf dem Markt, und trotz eines Updates im Mai letzten Jahres zeigt sich Nokia nun offiziell enttäuscht vom Absatz des Handys.
Er sei nicht glücklich, so Anssi Vanjoki, Chef von Nokias Multimedia-Abteilung und zuständig für den N-Gage. Sechs Millionen Stück wollte er von dem Handy in drei Jahren verkaufen, derzeit habe man gerade ein Drittel geschafft.
Die Spiele, die für den N-Gage produziert wurden, sollen nun auch auf anderen Nokia-Handys eingesetzt werden, jenen der N-Serie. Damit soll der potenzielle Markt für die Spiele erweitert werden, der sich auf Grund der schlechten Absatzzahlen des N-Gage bisher in Grenzen gehalten hat.
Damit hätten auch die Spieleentwickler wieder mehr Anreiz, für Nokia Spiele zu produzieren, wenn genügend Geräte vorhanden sind, die Nachfrage schaffen können.
Nokia N-Gage eine Million Mal ausgeliefertN-Gage bleibt erhalten
Bei Nokia scheint man mittlerweile vorsichtiger geworden zu sein, zu den Verkaufsaussichten der N-Serie wollte sich Vanjoki nicht explizit äußern, nur dass das Marktpotenzial für diese Handys wesentlich größer sei als für mobile Spielekonsolen.
Aufgeben will Vanjoki den N-Gage allerdings nicht, er bleibe ein Schlüssel zu Nokias Strategie. Ursprünglich sollte der N-Gage neues Wachstum auch außerhalb des klassischen Handysektors erreichen.
Nokia-Chef Jorma Ollila sagte davor, dass sich der Weltmarkt für Smart Phones laut seinen Einschätzungen bis zum nächsten Jahr auf 100 Millionen Stück verdoppeln soll. Der Marktforscher Canalys zählte im dritten Quartal des laufenden Jahres 13 Millionen verkaufte Einheiten, 55 Prozent waren von Nokia.
Bei seinen neuesten Handymodellen setzt Nokia ganz auf TV, Musik und drahtlose Vernetzung im Wohnzimmer.
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