Computerpanne legte Tokioter Börse lahm
Trotz technischer Probleme verzeichnete die Börse Tokio am Dienstag ein neues Hoch.
Die starke Nachfrage nach Mobiltelefonen und Computern und optimistische Prognosen verliehen den Elektronik- und Halbleiterwerten Auftrieb.
Der Nikkei 225-Index stieg um 1,92 Prozent auf 13.867,86 Punkte und damit den höchsten Schlusskurs seit Ende Mai 2004.
Wegen der schlimmsten Computerpanne in der 56-jährigen Geschichte der Börse konnte der Handel erst um 13:30 Uhr Ortszeit starten.
Betroffen waren mehr als 2.300 Aktien und Wandelanleihen des Kassamarkts, das Geschäft mit Terminkontrakten und Optionen blieb unberührt.
Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 1,96 Prozent auf 1473,02 Zähler und damit auf den höchsten Schlussstand seit fünf Jahren.
Börse TokioSoftware ohne Backup von Fujitsu
Die Tokioter Börse [TSE] teilte mit, dass für einen solchen Fall keine Backup-Systeme vorhanden seien, und kündigte eine Untersuchung an.
Die Software stammte vom Halbleiter- und Elektronikkonzern Fujitsu entwickelt, dessen Aktien um 1,6 Prozent fielen.
Marktteilnehmer sahen nach dem Vorfall auch den für nächsten April geplanten Börsengang der TSE in Frage gestellt.
