01.11.2005

NIKKEI

Computerpanne legte Tokioter Börse lahm

Trotz technischer Probleme verzeichnete die Börse Tokio am Dienstag ein neues Hoch.

Die starke Nachfrage nach Mobiltelefonen und Computern und optimistische Prognosen verliehen den Elektronik- und Halbleiterwerten Auftrieb.

Der Nikkei 225-Index stieg um 1,92 Prozent auf 13.867,86 Punkte und damit den höchsten Schlusskurs seit Ende Mai 2004.

Wegen der schlimmsten Computerpanne in der 56-jährigen Geschichte der Börse konnte der Handel erst um 13:30 Uhr Ortszeit starten.

Betroffen waren mehr als 2.300 Aktien und Wandelanleihen des Kassamarkts, das Geschäft mit Terminkontrakten und Optionen blieb unberührt.

Software ohne Backup von Fujitsu

Die Tokioter Börse [TSE] teilte mit, dass für einen solchen Fall keine Backup-Systeme vorhanden seien, und kündigte eine Untersuchung an.

Die Software stammte vom Halbleiter- und Elektronikkonzern Fujitsu entwickelt, dessen Aktien um 1,6 Prozent fielen.

Marktteilnehmer sahen nach dem Vorfall auch den für nächsten April geplanten Börsengang der TSE in Frage gestellt.