Microsoft kämpft gegen Spam-Rechner
"Don't get tricked on Halloween" ist das Motto des heutigen Aktionstages von Microsoft, der Verbraucherschutzorganisation Consumer Action und der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission [FTC], der nicht nur zufällig auch der letzte Tag des "National Cyber Security Awareness Month" ist.
Das Ziel ist laut Microsoft den Usern die Gefahr durch so genannte Zombie-Rechner, mittels Software gekaperte Rechner, die meist zum Versand von Spam oder Angriffe auf andere Rechner genutzt werden, näher zu bringen.
PC-Nutzer sollen dabei über die Nutzung einer Firewall, automatische Sicherheitsupdates, Software gegen Viren und Spyware und generell über die mögliche Gefahr durch E-Mail-Anhänge unbekannter Absender aufgeklärt werden.
Laut Ciphertrust mutieren täglich 72.000 Rechner zu Zombie-Rechnern, in dem sie durch E-Mails oder Websites mit spezieller Software infiziert werden.
Immer mehr PCs mutieren zu ZombiesMicrosofts Kampf gegen die Untoten
In einem kontrollierten Experiment erhielt ein absichtlich infizierter Zombie-Rechner laut Microsoft in knapp drei Wochen über fünf Millionen weltweite Anfragen zum Versand von mehr als 18 Millionen Spam-Mails [die allerdings nicht rausgelassen wurden].
Dabei konnten insgesamt 13 Spammer-Gruppen identifiziert werden, die nun auch gerichtlich verfolgt werden. Die meisten dieser Spammer seien in den USA angesiedelt und könnten daher nach US-Recht verfolgt werden, so ein Sprecher von Microsoft. Generell will das Unterenehmen verstärkt gegen solche Spammer-Netzwerke vorgehen.
Darüber hinaus unterhält der Software-Anbieter laut eigenen Angaben auch über 130.000 Hotmail-Adressen, die zur Analyse der dort eintreffenden Spam-Mails genutzt werden sollen.
