Zugriffskontrolle über das Tippverhalten
Deutsche Forscher haben eine Software entwickelt, die den Benutzer eines Computers anhand seines Tippverhaltens erkennt.
Über eine kurze Tippprobe auf der Tastatur ermittelt "PSYLock" die Identität des Schreibers.
Zur Analyse werden Geschwindigkeit und Rhythmus, die Fähigkeit, selten gebrauchte Tasten schnell zu finden, und die Fingerfertigkeit beim Tastengreifen herangezogen. Laut den Forschern ist das Tippverhalten jedes Menschen nahezu einzigartig, vergleichbar mit einer Handschrift.
"Das System ist sehr zuverlässig. Es ist für unterschiedliche Sicherheitsniveaus skalierbar. Mit einer längeren Tipprobe steigt die Sicherheit des Systems", so ein Sprecher von ibi research.
Die Analysesoftware arbeitet mit jeder Tastatur und passt sich ständig dem Nutzer an, da sich die Tipp-Merkmale im Laufe der Zeit verändern können. Die Forscher der Universität Regensburg sind derzeit auf der Suche nach Investoren zur Vermarktung der Software.
Mehr zu PSYLockEinbindung in Websites möglich
Das Einsatzgebiet reicht von der einmaligen Identifikation beim Windows-Log-in über die Absicherung der elektronischen Unterschrift bis hin zur ständigen Identitätsüberwachung im laufenden System.
Weiters kann PSYLock in Websites eingebunden werden und somit nur dem berechtigten Benutzer Zugang zu kostenpflichtigen Services gewähren.
"Ein Java-Applet autentifiziert den Nutzer. Der Vorteil ist, dass man sich kein Passwort mehr merken muss. Außerdem ist es nicht mehr möglich seine Zugangsdaten an Dritte weiterzugeben", so Allwein.
