27.10.2005

SCHLEPPEND

Schwerer Start für HDTV in Deutschland

Das hochauflösende Fernsehen HDTV hat in Deutschland einen schweren Start wegen fehlender Empfängsgeräte.

Während die ProSiebenSat.1 Media AG am Mittwoch als Erste in Deutschland die Übertragung in dem hochauflösenden Format startete, räumte der Sender zugleich ein, dass auf dem Markt kaum passende Receiver vorhanden sind.

Der Abosender Premiere verschob den Start seines HDTV-Angebots um zwei Wochen auf den 3. Dezember. Erst dann werden erste HD-taugliche Receiver für Premiere verfügbar sein.

Symbolischer Start

ProSieben und Sat.1 werden nun über Satellit parallel zur Standard-Verbreitung auch in HDTV ausgestrahlt. Wegen des Fehlens von Empfangsgeräten sei es mehr ein "symbolischer Start", gab man jedoch auch beim Sender zu.

Vorerst Hochrechnung auf HD-Qualität

HDTV liefert dank einer deutlich höheren Anzahl von Bildpunkten ein schärferes Bild. Für den Empfang sind spezielle Receiver und passende Fernsehgeräte notwendig.

Bei ProSieben und Sat.1 wird der Großteil der Sendungen vorerst nur auf HD-Qualität hochgerechnet werden müssen, da sie nicht in hoher Auflösung produziert werden.

Premiere will auf seinen drei Bezahlkanälen hingegen nur in HD [High Definition] erstellte Sendungen zeigen.

ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch hofft, dass sich der Standard rasch durchsetzt. "HDTV macht das Fernsehbild deutlich besser." Es sei erfreulich, dass die Europapremiere in Deutschland gelungen sei.