26.10.2005

BSI-STUDIE

Mangelnde Sicherheit bei VoIP

Eine aktuelle Studie des deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik [BSI] beschäftigt sich mit der Sicherheit von VoIP-Diensten [Voice over IP].

Eine unbedarfte Einführung von VoIP berge erhebliche Bedrohungspotenziale in sich, heißt es in dem Bericht. Obwohl bisher noch keine spektakulären Angriffe bekannt geworden seinen, sei es nur eine Frage der Zeit, bis Probleme auftauchen würden.

Mit der Implementierung von VoIP-Diensten würden derzeit vor allem Kosteneinsparungen angestrebt. Das gehe zumeist zu Lasten der Sicherheit.

Zentrale Empfehlung der Studie ist eine Trennung von IP-Sprach- und IP-Datennetz.

Sicherheitskonzept ist unerlässlich

"Die Studie definiert Sicherheit durch drei Säulen: Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit. Hierbei ist die Verfügbarkeit die größte Herausforderung für VoIP-Lösungen", so Studienautor Karl-Heinz Garbe.

Bei herkömmlichen Telekommunikationsanlagen liege die Verfügbarkeit bei 99,999 Prozent. "Das bedeutet eine Downtime von fünf Minuten jährlich. Bei VoIP-Anlagen ist mit einer Verlässlichkeit von 97-98 Prozent zu rechen." Damit liege die Downtime schon bei sieben bis zehn Tagen jährlich.

Vor der Anschaffung eines IP-basierten Telefonsystems, ist die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes daher unerlässlich, so das BSI.