Kapsch: Einspruch gegen Mautvergabe

slowakei
08.05.2008

"Vorgeschobene Mängel"

Die Wiener KapschTraffic Com erhebt Einspruch gegen die Vergabe des slowakischen Mautauftrages an das französisch-slowakische Konsortium SanToll.

In einer Aussendung erklärte Kapsch am Donnerstag, dass die von den Slowaken angeführten Mängel im österreichischen Angebot "aus juristischer und sachlicher Sicht nicht haltbar sind".

"Kapsch TrafficCom hat bereits das österreichische und tschechische Lkw-Mautsystem errichtet und ist technischer und kommerzieller Betreiber des tschechischen Systems. Das Unternehmen kann weltweit auf mehr als 140 installierte Mautsysteme in 30 Ländern verweisen", so Vorstandsvorsitzender Georg Kapsch. Hier werde versucht, das Angebot eines international erfahrenen Bieters mit vorgeschobenen Mängeln auszuscheiden, meint Kapsch.

Um den Auftrag hatte sich auch die steirische Efkon beworben, die bereits unmittelbar nach dem Zuschlag für SanToll von Unregelmäßigkeiten sprach - wie auch das schweizerisch-slowakische Konsortium Tossy.

Medien hatten am Dienstag nach Bekanntwerden des Zuschlags davon berichtet, dass SanToll mit 26 Mrd. Kronen [806 Mio. Euro] das teuerste Angebot vorgelegt habe.

(APA)