E-Mail-Adresse erklärt Zahlungsmoral
Die E-Mail-Adresse lässt einer Studie zufolge Rückschlüsse auf die Zahlungsmoral von Kunden im Internet zu.
Wenn Kunden nach einem Online-Kauf ihre Rechnung nicht zahlen, hätten diese besonders häufig ihre E-Mail-Adresse bei einem kostenlosen Anbieter. Das teilte das auf Internet-Handel spezialisierte Osnabrücker Inkassounternehmen Mediafinanz am Donnerstag mit.
Kunden großer Internet-Anbieter mit kostenpflichtigen E-Mail-Adressen seien im Allgemeinen deutlich zuverlässiger, hieß es weiter.
E-Mail-Adresse allein reicht nicht
Mediafinanz zufolge sehen sich Online-Händler immer häufiger mit Kunden konfrontiert, die die Anonymität des Internets ausnutzen wollen, um ihre bestellte Ware nicht zu bezahlen.
Das werde ihnen von Anbietern kostenloser E-Mail-Adressen erleichtert, da hier bei einer Anmeldung nicht immer die wirkliche Identität überprüft wird. Die E-Mail-Adresse sei somit ein erster Hinweis auf Kunden mit womöglich schlechter Zahlungsmoral, erklärte der Anbieter.
Mediafinanz warnte allerdings, die Online-Händler sollte nicht allein nach der E-Mail-Adresse gehen, um die Zahlungswilligkeit ihrer Kunden abzuschätzen.
Das Unternehmen hatte 360.000 offene Forderungen anhand der von den Bestellern verwendeten E-Mail-Adressen verglichen.
(AFP)
