E-Paper vor dem Durchbruch
Die Unternehmen E Ink und LG Philips LCD haben einen neuen Durchbruch bei der Herstellung von elektronischem Papier geschafft.
Nachdem es um die Technologie längere Zeit ruhig gewesen war, konnte nun erstmals ein Prototyp präsentiert werden, der ausreichend groß ist, um beispielsweise in einem Tablet-PC zum Einsatz zu kommen.
Das Display hat eine Bilddiagonale von 10,1 Zoll [26 Zentimetern], ist dünn wie ein stärkeres Papier und verfügt über eine Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten. Das elektronische Papier kann vier Graufstufen mit einem Kontrast von 10:1 darstellen.
Infos mobil herunterladen
Die biegsamen und unzerbrechlichen Displays könnten langfristig
[zumindest teilweise] gedruckte Zeitungen und Bücher ablösen, indem
die gewünschten Informationen mobil heruntergeladen werden können.
Philips sieht E-Paper vor SerienreifeAuch für leseintensive Anwendungen geeignet
Die Displays sollen sich auch für leseintensive Anwendungen eignen und verbraucht laut Hersteller 100 Mal weniger Energie als ein herkömmliches Notebook-Display.
Darüber hinaus kann sich elektronisches Papier einmal übermittelte Bildinformationen "merken" und behält das zuletzt angezeigte Bild, nachdem der Strom abgeschaltet wurde.
Bei der Produktion kam eine spezielle Stahlfolie zum Einsatz, die von Nippon Steel entwickelt wurde und auch in großen Stückzahlen zur Verfügung gestellt werden kann.
E-Mails an der Jacke lesen
E-Paper soll nicht nur in E-Book-Readern und elektronischen
Zeitungen zum Einsatz kommen, sondern beispielsweise auch an
Kleidung angebracht werden. So sollen User ihre E-Mails direkt auf
der Jacke oder TV am Ärmel sehen können.
E-Paper kann Videos darstellen
