DSL-Engpass offiziell beseitigt

Deutschland
08.05.2008

Verfahren gegen Deutsche T eingestellt

Die deutsche Bundesnetzagentur hat ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom [DT] wegen Engpässen bei der Umschaltung von DSL-Anschlüssen auf Konkurrenten eingestellt.

"Die Einstellung konnte nur erfolgen, weil die Deutsche Telekom unter dem Druck möglicher Entscheidungen den Auftragsstau abgebaut hat", sagte Behördenpräsident Matthias Kurth am Donnerstag in Bonn. Um das Nadelöhr zu beseitigen, hatte die DT auf Druck des Regulierers die Schlagzahl erhöht.

Die DT habe zugesagt, die Auftragsbearbeitung anzupassen, damit die bestellten Anschlüsse künftig fristgerecht bereitgestellt werden könnten, erläuterte Kurth. Er gehe davon aus, dass sich die Engpässe nicht wiederholen würden. Die Behörde werde das aber genau beobachten. An die Wettbewerber appellierte Kurth, tatsächlich nur so viele Anschlüsse zu bestellen, wie benötigt würden.

Die DT begrüßte die Einstellung des Verfahrens: "Eine Marktbehinderung lag nicht vor und war auch nicht in unserem Interesse", sagte Festnetzchef Timotheus Höttges.

Die Konkurrenten Telefonica und Arcor hatten sich beim Regulierer beschwert, da sie sich im Wettlauf um neue DSL-Kunden benachteiligt fühlten. Die Wartezeiten auf dem rasant wachsenden Markt hatten auch den Unmut von anderen Konkurrenten und Kunden hervorgerufen.

(Reuters)