Ermittlungen gegen Ex-Infineon-Chef
In der Schmiergeldaffäre beim Chiphersteller Infineon ermittelt die Staatsanwaltschaft München jetzt auch gegen den früheren Vorstandschef Ulrich Schumacher.
"Wir führen Herrn Schumacher in Zusammenhang mit dem Infineon-Ermittlungsverfahren als Beschuldigten", sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler dem Nachrichtenmagazin "Focus". Eine Zeuge hatte nach Informationen des Magazins berichtet, Schumacher habe beim Kauf privater Sportwagen Vorteile angenommen.
Der Ex-Vorstand wies die Vorwürfe im "Focus" zurück: "Ich habe nie nur einen einzigen Cent angenommen." Zudem arbeite er eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.
Ermittlungsverfahren läuft
Die Affäre hatte Mitte Juli zum Rückritt des
Infineon-Vorstandsmitglieds Andreas von Zitzewitz geführt. Er soll
von der PR-Firma BF Consulting 259.000 Euro Schmiergeld bekommen
haben. Die Zahlungen stehen im Zusammenhang mit Sponsoringverträgen
von Infineon im Bereich Motorsport.
Ex-Chef Schumacher entlastet
