Linux für den Handyeinsatz aufgemotzt
Um dieses Vorhaben voranzutreiben, startet das Industrie-Konsortium Open Source Development Labs [OSDL] die Mobile-Linux-Initiative.
OSDL will bestehende Systeme für Mobiltelefone verbessern und die Entwicklung neuer Applikationen und verschiedene Open-Source-Initiativen unterstützen.
Ein Ziel von ODSL sei, die Software auch auf weniger leistungsstarke Geräte zu bringen, so Bill Weinberg von OSDL. Bisher hätten technische und ökonomische Hürden verhindert, dass Linux einen höheren Marktanteil bei mobilen Geräten habe.
Die Initiative wird am Montag in Peking vorgestellt. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Intel, IBM, NEC und CA, weitere Mitglieder sind unter anderem Alcatel, Nokia, Sun, RedHat, Google, HP und AMD.
Derzeit beherrschen vor allem das Symbian-OS, unterstützt von Nokia, und Microsoft-Software neben vielen kleineren Betriebssystemen den Handymarkt. Linux selbst eignet sich derzeit vor allem für High-End-Mobiltelefone mit leistungsfähigen Prozessoren und Speicher.
Palm-Handy mit Microsoft-BetriebssystemTechnische Hürden
OSDL will sich auch an der Weiterentwicklung des Linux-Kernels für spezifische Anforderungen von Handys beteiligen, etwa mit einem übergeordneten Energie-Management-Mechanismus.
Weitere Aufmerksamkeit gilt den Baseband-Prozessoren, jenen Teilen des Chips, die für die Funkverbindungen zuständig sind. Bisher könne Linux mit der notwendigen Antwortzeit von 800 Millisekunden Schritt halten, allerdings nicht bei Chips, die sich zum Stromsparen runterfahren oder viele verschiedene Aufgaben gleichzeitig bearbeiten, so Weinberg.
Wenn das Konsortium erfolgreich ist, sei das Resultat eine einfachere Software für Handys und ein breiterer Einsatz von Linux. Die Handyhersteller wünschten sich nur ein einziges Betriebssystem für ihre Geräte. Linux sei dafür ein starker Kandidat, so OSDL-CEO Stuard Cohen.
Weitere Kandidaten
Neben OSDL arbeiten auch das Consumer Electronis Linux Forum und
das Linux Phone Software Forum an der Weiterentwicklung von Linux.
OSDL
