Apple und Napster werben auf Piratensites
Die kostenpflichtigen Musikplattformen iTunes und Napster werben unter anderem auf illegalen Downloadseiten für ihre Services.
Das hat nun in der britischen Plattenindustrie heftige Kritik hervorgerufen.
Beide Unternehmen wurden nachdrücklich dazu aufgerufen ihre Werbungen auf den "Piraten-Websites" einzustellen. Die British Phonographic Industry [BPI] bezeichnete das Vorgehen der Downloadservices als "schlechten Scherz".
Allerdings pflegen auch andere Firmen wie Sky, O2, MSN Messenger und Barclays derlei Werbemethoden auf illegalen Musikportalen.
Musikindustrie will Digitalangebot ausweitenApple und Napster reuig
Denkbar wären nun seitenes der Musikindustrie rechtliche Schritte gegen die beiden Werbetreibenden.
Eine britische Rechtsanwältin bestätigt diese Möglichkeit, denn das Urheberrecht im Internet sei eine sehr schnell veränderbare Rechtsangelegenheit. Jede Firma, die auf illegalen Websites wirbt, gehe große juristische Risiken ein.
Napster lenkte bereits ein und zeigte sich "enttäuscht" darüber, dass Werbung des Unternehmens auf den illegalen Downloadseiten auftauchen konnte. Man sorge dafür, dass diese entfernt wird. Auch die Apple-Werbung soll umgehend wieder verschwinden.
