10.10.2005

KINETISCH

Handy laden mit der Kraft der Waden

Was sich im Tierversuch mit Hamster und Laufrad bereits bewährt hat, kommt nun im Wiener Wahlkampf zum Einsatz: kinetische Energie, die einen Handyakku lädt.

Am Montag hat der Wiener Gemeinderat Christoph Chorherr [Grüne] sein "Wahlkampffahrrad" vorgestellt, dessen hoch effizienter Dynamo nach dem Magnetkreis-Prinzip einen Wirkungsgrad im Generator von bis zu 95 Prozent erreicht - gegenüber 17 bis 35 Prozent bei herkömmlichen Dynamos.

Wie die Messeinheit funktioniert

Das Powermeter besteht aus Kurbeln, Kettenblättern und Messeinheit, wobei die Messeinheit zwischen dem Kurbelarm und den Kettenblättern sitzt.

Diese besteht aus einer hochfesten, spezialgehärteten Aluminiumlegierung, im Inneren befinden sich Dehnmessstreifen, die sich beim Treten auf die Pedale verwinden.

Die Materialverwindung registriert sowohl Drehmoment wie Tretfrequenz, die in ein digitales elektrisches Signal umgeformt und induktiv auf einen Sensor am Fahrradrahmen übertragen werden.

Geheimnisvolle Kilowattstunde

Die Idee dahinter sei vor allem, den Energieverbrauch sichtbar zu machen, sagt Chorherr: "Jeder weiß heute über den Treibstoffverbrauch seines Autos Bescheid, fast niemand weiß, was eine Kilowattstunde ist."