Lexmark mit Umsatz- und Gewinnwarnung
Der US-Druckerhersteller Lexmark hat seine Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal deutlich gesenkt. Das Geschäft mit Laser- und Tintenstrahldruckern bleibe hinter den Erwartungen zurück, teilte der Konzern am Dienstag zur Begründung mit.
Vor allem die aggressive Preispolitik des großen Rivalen Hewlett-Packard macht Lexmark zu schaffen. Die Aktien des Unternehmens brachen vorbörslich um mehr als 20 Prozent ein. Gegen 16.30 Uhr MSEZ notierte Lexmark in New York um rund 25 Prozent tiefer bei 45,62 Dollar.
Lexmark erwartet im dritten Quartal nun nur noch einen Gewinn - ohne die Kosten des zuvor angekündigten Stellenabbaus - von 40 bis 50 Cent je Aktie. Bisher war es noch von einem Gewinn zwischen 95 Cent und 1,05 Dollar ausgegangen.
Der Kurs von LexmarkUmsatz minus fünf Prozent
Beim Umsatz rechnet Lexmark mit einem Rückgang um vier bis fünf Prozent, statt eines bisher angekündigten Wachstums im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit einem Gewinn von 1,02 Dollar je Aktie im dritten Quartal gerechnet bei einem Umsatz von 1,3 Mrd. Dollar.
Lexmark hatte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet und angekündigt, 275 Stellen zu streichen. Das ist mit Einmalkosten verbunden, die Lexmark zufolge im laufenden Vierteljahr mit fünf Cent je Aktie zu Buche schlagen.
Auch für die kommenden Monate bis Jahresende dämpfte Lexmark die Erwartungen. "Zwar ist die Analyse noch nicht abgeschlossen, doch erwarten wir gegenwärtig, dass Umsatz und Gewinn je Aktie im vierten Quartal 2005 deutlich unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten bleiben", teilte Lexmark mit. Analysten hatten zuletzt mit einem Gewinn von 1,17 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 1,57 Mrd. Dollar gerechnet.
