Roboter landen auf dem OP-Tisch
Die UNAM-Universität in Mexico-Stadt hat Anfang der Woche ein "Roboter-Spital" eröffnet, in dem die Studenten anstatt an lebenden Patienten an Robotern üben können.
Die Studenten sollen an ihnen alle notwendigen Techniken üben können, von der Geburt eines Kindes bis hin zu Injektionen bei kleinen Kindern.
Die Roboter sind dafür komplett "ausgerüstet", mit mechanischen Organen, synthetischem Blut und mechanischen Atemsystemen, die die realen Bedingungen lebender Menschen simulieren sollen. Eine Software simuliert zudem Krankheiten von Diabetes bis zum Herzinfarkt.
Die Universität reagierte damit auf den rasanten Anstieg der Medizinstudenten, für die es zu wenige Ausbildungsplätze gibt.
Videos und Bilder der RoboterklinikTrockentraining für den Ernstfall
Die Studenten selbst schätzen ihre mechanischen Patienten offenbar. "Ich wäre nervös, wenn das ein echter Patient wäre", so eine Studentin. Mit dem Dummy-Patienten können sie so oft üben wie nötig.
Laut Universität können die Studenten 70 bis 80 Prozent des notwendigen Curriculums an den Roboterpatienten erlernen.
Allerdings soll das "Trockentraining" die klinische Erfahrung mit realen Patienten nicht ersetzen, so die Zuständigen der Universität, sondern mehr Möglichkeiten zum Üben bieten.
