28.09.2005

INITIATIVE

Bürgerkarte wird noch kaum genutzt

Seit Februar gibt es in neuen Bankkarten einen Chip für digitale Unterschriften [Bürgerkarte], bisher gibt es rund 10.000 registrierte Karten auf dem Markt. Die bis Ende des Jahres angepeilten 200.000 Nutzer sind jedoch eine Utopie.

Eine Initiative von Medienstaatssekretär Franz Morak [ÖVP], Europay Austria und der Media-Saturn GesmbH soll nun die Nutzung ankurbeln.

Die digitale Signatur - vergleichbar mit einem elektronischen Ausweis im Internet - soll der Abwicklung verschiedenster Transaktionen im Netz wie etwa elektronischer Steuererklärungen, Online-Banking und E-Mail-Verkehr die nötige Sicherheit geben.

Für die Unterschrift auf einem Online-Formular wird eine digitale Signatur benötigt, und dafür braucht es die entsprechende Soft- und Hardware. Diese gibt es künftig auch bei Media Markt und Saturn, die als offizielle Registrierungsstellen fungieren und nun auch zertifizierte Chipkartenleser anbieten.

"Bürger-PCs" samt Lesegerät

Alle notwendigen Schritte zur digitalen Signatur können laut Geschäftsführer Gerhard Sandler in wenigen Minuten österreichweit in den Filialen abgewickelt werden. Der Preis für ein Lesegerät liegt bei 27,95 Euro.

Ab sofort wird es bei Media Merkt auch ein "Bürger-PC-Set" inklusive Lesegerät um 699 Euro geben. Saturn lockt den Bürger mit einem Notebook plus Lesegerät um 899 Euro.

Um dem System zu entsprechender Breitenwirksamkeit zu verhelfen, wird die Anschaffung eines Kartenlesegerätes laut Europay-Geschäftsführer Peter Neubauer mit zehn Euro gefördert.

Jede Bankomatkarte und jede Mastercard kann durch einen signaturfähigen Chip zur "Bürgerkarte" werden, die Umstellung alter Maestro-Karten erfolgt bis zum Jahresende kostenlos.