Kindersicherung für Handyinhalte
Die deutschen Mobilfunkbetreiber wollen Kinder und Jugendliche vor dem Zugang per Handy zu Inhalten wie Pornografie und Gewaltverherrlichung schützen.
Wie die Mobilfunkanbieter wie T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, verpflichten sich die Konkurrenten in einem Verhaltenskodex, bestimmte Inhalte im Mobilfunk von Kindern und Jugendlichen mit technischen Mitteln möglichst fern zu halten.
So sollen in Zukunft Eltern die Handynummer ihrer Kinder registrieren lassen können, die dann für den Zugriff auf bestimmte Inhalte gesperrt wird. Bei der Entwicklung eines solchen Dienstes sei die Branche schon recht weit, innerhalb der nächsten Wochen soll das "Blacklisting" möglich sein, so ein Sprecher von E-Plus.
Deutschlands drittgrößter Netzbetreiber will in den nächsten Tagen ein Service einführen, bei dem Eltern die Handynummern ihrer Kinder zum Beispiel für teure 190er-Nummern sperren lassen können.
Sendepause für Klingelton-SpotsHandysex erst ab 18
Als weiteres Instrument streben die Mobilfunkanbieter an, bestimmte Inhalte, zum Beispiel Sex, nur volljährigen Personen zugänglich zu machen.
Dafür müsse das Alter des Nutzers aber zuverlässig geprüft werden, der dann für den Zugang auf bestimmte Angebote ein Passwort erhalte, so die Mobilfunker. "Wir wollen den Mobilfunk möglichst sauber halten, damit nicht etwas in Verruf gerät, das viel Nutzen bringen kann", so ein Sprecher von O2.
Jugendschutzbeauftragte sollen sich künftig bei den Mobilfunkanbietern um das Thema kümmern - auch darum, wie der Jugendschutz beim Downloaden von Filmen und Spielen mit dem Handy berücksichtigt werden kann. Bei der Nutzung von Chat-Rooms setzen die Mobilfunkanbieter auf die freiwillige Kontrolle durch die Chat-Room-Betreiber.
