Google startet Testballon für TV
Bisher waren im Video-Angebot des Suchmaschinenbetreibers vor allem eingesendete Heimvideos der Google-Nutzer zu sehen, andere Filme sind meist wegen der Urheberrechte nur mit Standbildern und Transkript bei Google Video zu finden.
Mit dem neuen Angebot will Google nach eigenen Angaben testen, wie groß die Resonanz auf ein Internet-TV-Angebot ist.
Der Anbieter erforsche laufend neue Ideen, wie man Inhalte zu den Nutzern bringen könnte, so Peter Chane, Produktmanager für Google Video. Nun wolle man sehen, wie viele Nutzer die Show im Netz sehen wollen, wenn sie sie im Fernsehen versäumt haben.
Ruckelig und schwache Auflösung
Leider lässt die Qualität des Streams noch zu wünschen übrig und
wird in dieser Auflösung wohl kaum jemanden für Fernseh-Streams via
Internet begeistern können.
Google Video "Everybody Hates Chris" [21 Min.]Vorerst gratis
Für das Angebot hat Google einen Vertrag mit dem US-Sender UPN abgeschlossen, der seinerseits von der Publicity und der Verbreitung übers Netz profitieren dürfte.
Ob und wie viel Geld im Spiel war, wollten weder Chane noch der für die UPN-Website Zuständige bei CBS Digital Media sagen. Laut CBS mussten jedoch die Rechte etwa mit der Produktionsfirma und den Besitzern der bei der Show verwendeten Musik eigens abgeklärt werden.
Derzeit sind die Angebote bei Google Video noch gratis, in Zukunft dürfte Google aber darauf setzen, Geld für Content, den auch Google selber in der einen oder anderen Art zukaufen muss, zu verlangen - oder die Angebote über Werbeeinnahmen finanzieren.
Anderen Firmen starteten ebenfalls solche Testballons im Netz: Warner Brothers ließen bei Yahoo "Supernatural" noch vor der TV-Premiere über den PC-Schirm flimmern, davor bereits "Jack & Bobby" bei AOL.
Suchmaschinen setzen auf "Internet-TV"Vorarbeiten für Google TV?
Erst zuletzt machten Gerüchte die Runde, wonach Google einen eigenen Projektmanager für Google TV sucht.
Der Kandidat soll laut der kursierenden Beschreibung die Integration von Googles Such- und Werbetechnologien in das "Fernseherlebnis" der Zuseher planen und aufbauen.
Dazu solle er Trends, die das Nutzerverhalten beim Fernsehen bestimmen, erkennen, etwa die Verbindung von Internet und TV [IPTV], aber auch Video-on-Demand, Personal Video Recorder [Festplatterecorder wie TiVo] und das Aufkommen der nächsten Set-Top-Box-Generation mit Internet-Anbindung.
Das Posting auf Googles Jobseite selbst ist mittlerweile verschwunden, doch die Zutaten reichen für rege Tätigkeit in der Gerüchteküche, nicht zuletzt auch durch den [leisen] Start von Google WiFi.
Google auf dem Weg zu TV und mehr
