Erster "Blue Gene" für Deutschland
Im baden-württembergischen Jülich ist der erste deutsche "Blue Gene"-Supercomputer von IBM in Betrieb gegangen.
Der im Zentralinstitut für Angewandte Mathematik [ZAM] des Forschungszentrums Jülich stehende Supercomputer belegt auf Anhieb Platz 60 auf der Top-500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer und rechnet unter dem Namen JUBL. JUBL kommt auf eine Spitzenleistung von 5,6 Tera-FLOPs und auf 4,7 Tera-FLOPs nach der Linpack-Benchmark.
Insgesamt verfügt das Forschungszentrum Jülich nun über eine Rechenpower von 14,5 Tera-FLOPs.
Komplizierte Berechnungen
Während bisher vor allem mit parallelen Algorithmen und
Software-Werkzeugen für verschiedene Forschungsfelder gearbeitet
wurde, sollen mit JUBL künftig auch Anwendungen aus der Bio- und
Astrophysik, Berechnungen zur Struktur und Dynamik von Atomkernen
sowie "biogeochemischer Kreisläufe" in Ozeanen möglich sein.
Das ZAM
Die Top-500-Liste1.024 Rechenknoten mit je zwei Prozessoren
JUBL besteht aus 1.024 Rechenknoten aus jeweils zwei IBM-PowerPC-Prozessoren. Auf den Rechenknoten läuft jeweils ein kompakter Linux-Kernel. JUBL ist zwar der erste deutsche "Blue Gene", aber nicht der erste derartige Supercomputer in Europa.
So sind beispielsweise in den Niederlanden an der Universität Groningen und in der Schweiz an der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne bereits IBM-Supercomputer der Marke "Blue Gene" in Betrieb. Weltweit sind fünf der zehn besten Supercomputer "Blue Gene"-Systeme von IBM, darunter auch Platz eins und zwei.
