Firmenbuch-Abfrage ausgeweitet
War es bislang bereits möglich Firmenbucheinträge online abzurufen, kann man ab sofort auch Urkunden online einsehen. Damit hat man nun zum Beispiel Zugriff auf Gesellschaftsverträge und -bilanzen. Den Gang zum Gericht kann man sich somit ersparen.
70 Cent kostet die Abfrage pro abgerufener Urkunde. Der Ausdruck einer Seite kostete bisher 1,40 Euro, durchschnittlich habe eine Urkunde fünf Seiten, wies Wolfgang Fellner, Sektionschef im Justizministerium, auch auf die Einsparungen hin.
Derzeit sind rund 76.000 Urkunden im Archiv, rund ein Drittel davon Jahresabschlüsse.
163.000 Firmeneinträge
Derzeit sind rund 163.000 Firmen eingetragen. Rund 8.000 kommen
jährlich dazu, abzüglich von 5.000 Löschungen ein Nettozuwachs von
3.000, so Fellner.
FirmenbuchabfrageKaufverträge aus dem Grundbuch ab 2006
2006 soll die Urkundensammlung für das Grundbuch folgen. Noch im Herbst werde man die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, so Justizministerin Karin Gastinger [BZÖ]. Damit werden neben dem Grundbuchauszug auch die zugehörigen Verträge online zugänglich sein.
Einsparungen verspricht sich das Ministerium vorerst nicht. Anfangs rechne man durch das Einscannen der Urkunden sogar mit Mehrarbeit. Erst wenn die Urkunden auch elektronisch übermittelt würden, gebe es Einsparungen. Grundsätzlich sei das Projekt eher auf den Servicecharakter ausgerichtet und mit Investitionskosten von 600.000 Euro veranschlagt.
