Kamerahandy wird zum Scanner
Den letzten Absatz eines interessanten Artikels und auch den Einkaufszettel könnten japanische Handynutzer schon bald auf dem Weg von bzw. zur Arbeit auf ihrem Mobiltelefon lesen.
Der japanische Hersteller NEC hat zusammen mit dem Nara Institute of Science and Technology [NAIST] eine Software entwickelt, die aus Kamerahandys allseits einsatzbereite Scanner macht.
Indem das Kamerahandy an der gewünschten Textseite vorbeigezogen wird, soll der Inhalt in Sekundenschnelle digital verfügbar sein.
Texterkennung tut ein Übriges
Möglich wird das durch im Mobiltelefon integrierte OCR-Software
[Optical Character Recognition].
Wikipedia-Infos zu OCR-Software
NAISTPiepton gegen Copyright-Ärger
Während des Scannes nimmt die Kamera Dutzende Fotos auf und fügt diese anschließend zusammen. Auch die Krümmung der Seiten soll dabei berücksichtigt werden.
Derzeit funktioniert das Einscannen einer A4-Seite laut den Forschern mit einem Ein-Megapixel-Kamerahandy aus 20 Zentimeter Entfernung in drei bis fünf Sekunden. Dabei werden 21 bis 35 Bilder erstellt.
Um Urheberrechtsprobleme zu vermeiden, soll während des gesamten Scanvorgangs ein Piepton ausgegeben werden. Die Software soll in etwa drei Jahren Marktreife erlangen.
