Erster Erfolg für Musikindustrie in China
Laut einem Bericht der "Financial Times" muss Baidu für Links zu urheberrechtsgeschützten Songs, die über eine eigene MP3-Suchmaschine bei Baidu angeboten werden, Schadenersatzzahlungen an eine lokale EMI-Tochter leisten.
Die Hongkonger Tageszeitung "South China Morning Post" berichtet weiters, dass die klagenden Musikfirmen Sony BMG, Warner Music, Universal Music und eben EMI darauf hinarbeiten, dass Baidu seine MP3-Suche ganz abschaltet.
An EMI muss Baidu laut Bericht für 34 nachgewiesene Songs des Labels 8.400 Dollar oder rund 250 Dollar pro Lied zahlen.
Nach einem Bericht der Hongkonger Zeitung "Standard" werfen die Musikunternehmen Baidu vor, es den Nutzern leicht zu machen, über die Baidu-MP3-Suchmaschine Songs illegal aus dem Netz zu laden.
Copyright-Ärger für Chinas BörsenstarKooperation angestrebt
Der Vize-Marketingchef von Baidu, Liang Dong, sagte zuletzt, Baidu wolle mit den Firmen kooperieren.
Nach seinen Angaben führt sein Unternehmen Gespräche mit den Klägern. Ziel sei eine Zusammenarbeit, die ein legales Herunterladen von Songs ermöglichen solle.
Liang wies zudem darauf hin, dass Baidu nur die Suchfunktion bereitstelle und nicht das Herunterladen.
Baidu ging Anfang August an die NASDAQ und übertraf mit einem Plus von 354 Prozent am ersten Handelstag alle Erwartungen.
Spektakulärer Börsenstart für Baidu.com
