Nächster Anlauf für privaten Weltraumflug
Der in England und Kanada lebende Computerexperte Elon Musk [34], der durch den Verkauf seiner Anteile an den beiden Software-Unternehmen Zip2 [ging für 341 Mio. Dollar 1999 an Compaq] und Paypal [für 1,5 Milliarden Dollar an eBay verkauft] zu Vermögen kam, will Ende Oktober auf den Marshall-Inseln die von ihm für rund 600 Millionen Rand [77 Mio. Euro] entwickelte "Falcon 1"-Rakete testen.
Der 21 Meter lange Prototyp soll zu mehr als 50 Prozent wieder verwendbar sein und somit die Kosten erheblich senken, berichtete die südafrikanische "Sunday Times".
Die Rakete ist die erste, die von Musks Firma Space Exploration Technologies [SpaceX], 2002 gegründet, entwickelt wurde.
SpaceXKostengünstiger Satellitentransport
Das Geschoß werde in dieser Woche an Bord eines US-Militärtransporters in den Südpazifik gebracht und soll kleinere Satelliten kostengünstig in den erdnahen Orbit bringen können.
Der erste echte Test sei dann der Start der 53 Meter langen "Falcon 9", die im März gestartet werden soll und für Schwerlast konzipiert ist.
Wie sein Landsmann Mark Shuttleworth, der auch durch den Verkauf seiner Software-Firmen zu Geld kam und sich selbst einen Ausflug ins All finanzierte, träumt auch Musk von einem Weltraum-Ausflug.
In sechs bis sieben Jahren will der begeisterte Pilot mit drei eigenen Jets in der Lage sein, selbst ins All zu fliegen.
Shuttleworth hat seine Sicherheits-Consultingfirma, die er 1996 in der Garage seiner Eltern gestartet hatte, im April 2000 für rund 500 Millionen Dollar an VeriSign verkauft.
Dot.com-Millionär fliegt zur ISS
