17.09.2005

STATT LINUX

Router-Hersteller setzen auf FreeBSD

Kauft man sich heutzutage einen Access Point oder WLAN-Router, um sich daheim oder im Büro ein drahtloses Netzwerk aufzubauen, so ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass in dem Gerät eine Variante des freien Betriebssystems Linux seine Arbeit verrichtet.

Wenn es nach einigen Unternehmen geht, wird Linux jedoch bald durch das Betriebssystem FreeBSD abgelöst.

Das "Problem" für viele Unternehmen beim Einsatz von Linux ist die Lizenz, unter der das Betriebssystem sowie viele Anwendungen dafür vertrieben werden. Die GPL [GNU General Public License] verlangt, dass der Quellcode der Software durch den Hersteller veröffentlicht wird, wenn er diesen benutzt oder abändert.

Einfachere Lizenz bei FreeBSD

Über das Betriebssystem FreeBSD kann hingegen jeder frei verfügen, ohne dass der dazugehörige Code veröffentlicht werden muss. Vielen Unternehmen ist diese Lizenzform daher wesentlich sympathischer.

Um nun FreeBSD in Routern und Access Points verwenden zu können, wurden BSD-Entwickler von Unternehmen aus dem WLAN-Umfeld gesponsert. So soll in FreeBSD 6.0 die Unterstützung von WLAN-Karten und den dazugehörigen Standards wie Wi-Fi Protected Access [WPA], um eine abhörsichere Verbindung über die Funkverbindung zu schaffen, verbessert werden.

Die neue FreeBSD-Version soll nun Ende September veröffentlicht werden, nachdem der erste Termin Ende August nicht zu halten war.