17.09.2005

PRIVACY

Datenschutz als universelles Recht

Jeder Mensch soll ein universelles Recht auf Datenschutz und Schutz der Privatsphäre haben.

Eine entsprechende Schlusserklärung zur Stärkung der Datenschutzprinzipien nahm die 27. Internationale Konferenz der Datenschutzbeauftragten am Freitag in Montreux an. Eine Resolution warnt vor den Risiken der Biometrie in Ausweisen.

Der Datenschutz stehe mit der Globalisierung und der Entwicklung der Informationstechnologien mehr denn je im Mittelpunkt, stellte der Schweizer Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür zum Abschluss der Konferenz fest.

Im Namen des Kampfes gegen Terror

Der Kampf gegen den Terrorismus, das Netz und die Biometrie machten deutlich, dass das Recht auf Privatsphäre ein unantastbares Element der modernen demokratischen Gesellschaft sei. Die Datenschutzbeauftragten hätten deshalb beschlossen, auf die Anerkennung des universellen Charakters der Datenschutzprinzipien hinzuarbeiten.

Zu diesem Zweck wurde laut Thür auf Initiative der Schweiz eine Schlusserklärung verabschiedet, die eine Zusammenarbeit mit Regierungen, internationalen und supranationalen Organisationen vereinbart. Die Vereinten Nationen werden dabei aufgefordert, ein verbindliches Rechtsinstrument vorzubereiten.

Warnung vor Biometrie in Pässen

Die über 300 Datenschützer aus aller Welt nahmen zudem eine von Deutschland vorgelegte Resolution über die Verwendung von Biometrie in Pässen, Identitätskarten und Reisedokumenten an.

Diese weist darauf hin, dass die verbreitete Verwendung der Biometrie weit reichenden Folgen für die Gesellschaft haben werde und dass eine offen geführte weltweite Debatte vorangehen sollte. Es müssten frühzeitig wirksame Garantien eingeführt werden, um die Risiken zu vermindern.