Google bildet Unterwasserwelt ab

03.05.2008

Das Bewundern von Korallenriffen ist bald auch im Internet möglich. Nach Google Earth und Google Sky taucht der Internet-Dienstleister Google nun 20.000 Meilen unter das Meer und arbeitet an dem Online-Unterwasseratlas Google Ocean.

Wie nun bekanntwurde, traf sich eine Expertengruppe von Meeresforschern zu diesem Zweck bereits Ende des Vorjahres im Google-Hauptquartier im kalifornischen Mountain View und diskutierte Wege zur Erstellung einer dreidimensionalen ozeanografischen Weltkarte.

Das unter dem Arbeitstitel "Google Ocean" entwickelte Tool soll die Meerestopographie zeigen und, wie von den anderen Google-Anwendungen gewohnt, die Navigation mittels Schwenkens und Zoomens erlauben. Auch die Suche nach bestimmten Unterwasserorten und -gebieten soll möglich sein.

Das Projekt ist derzeit noch im Entwicklungsstadium.

Google hat bisher keine Stellungahme zur Fertigstellung des Ocean-Projekts abgegeben. Derzeit gebe es noch nichts anzukündigen, so der einzige Kommentar.

Schiffswracks und Korallenriffe

Mit der Meeresbodenkarte wird Google dabei mit Hilfe von Meeresinstituten die Grundlage zur Verfügung stellen, zusätzliche Daten wie hochauflösende Bilder von Schiffswracks, Korallenriffen, Algenblüten, Strömungen und Temperatur sollen von allen Einrichtungen geliefert und eingebunden werden können.

Wann das Tool fertiggestellt werden soll, ist nicht bekannt. Meeresforscher sehen die Erweiterung des Google-Kartensortiments als äußerst nützlich an.

"Wir hoffen, dass mit Google Ocean für alle ersichtlich wird, wie viel noch erforscht werden muss. Derzeit wissen wir wesentlich mehr über die Marsoberfläche als über den Meeresgrund", sagte Stephen Miller von der US-Forschungseinrichtung Scripps Institution of Oceanography. Derzeit ist nur ein kleiner Prozentsatz des Meeresbodens mittels Sonars detailliert erfasst.

(CNET)